Entdeckerkiste Kids

Experimente mit Kindern

Zauberblumen aus Papier: Ein Experiment, das im Wasser aufblüht

Eine geschlossene Papierblume aufs Wasser legen – und zusehen, wie sie sich von selbst öffnet. Hier findet ihr die Anleitung in fünf bebilderten Schritten, Tipps zum passenden Papier und eine einfache Erklärung für eure kleinen Forscher.

Illustriertes Mädchen hält eine geschlossene Papierblume über eine Wasserschale mit geöffneten bunten Papierblumen.
Idee und Bild: Entdeckerkiste Kids

Das habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause

Gemeinsam ab etwa 4 Jahren · etwa 10–15 Minuten Vorbereitung · wenige Minuten zum Beobachten

  • Ein Blatt normales, unbeschichtetes Druckerpapier, etwa 80 g/m²
  • Bleistift und Buntstifte
  • Eine Schere
  • Eine flache Schale oder einen tiefen Teller mit Leitungswasser
  • Ein kleines Handtuch für Tropfen

Für den ersten Versuch reicht eine einzige Blume. Nehmt eine Schale, in der sie auch geöffnet genug Platz hat. Bei jüngeren Kindern ist eine bruchsichere Schale praktisch; eine erwachsene Person begleitet das Schneiden und den Versuch.

Malen, falten, staunen

So öffnet sich eure Zauberblume im Wasser

Eine einfache Papierblume wird mit rosa Blütenblättern und gelber Mitte gezeichnet.

1. Eine Blume zeichnen und bemalen

Malt einen kleinen Kreis als Blütenmitte und fünf oder sechs breite Blütenblätter darum. Insgesamt darf die Blume etwa handtellergroß sein. Lasst zwischen den Blütenblättern kleine Einschnitte zu, damit sich jedes später einzeln umklappen lässt.

Bemalt sie mit Buntstiften. Ein paar farbige Striche reichen – das Papier muss nicht dick übermalt werden. In die Mitte könnt ihr ein kleines Herz als Überraschung zeichnen.

Die Papierblume wird entlang ihres äußeren Randes ausgeschnitten.

2. Die Blume ausschneiden

Schneidet die Blume am äußeren Rand aus. Schneidet zwischen den Blütenblättern nur bis an den Rand der Mitte, nicht durch sie hindurch. Alle Blätter müssen mit der Blütenmitte verbunden bleiben.

Jüngere Kinder können die Farben aussuchen und malen; du übernimmst bei Bedarf das Ausschneiden. Die Blume muss nicht perfekt gleichmäßig sein.

Ein Blütenblatt wird direkt an seinem Ansatz zur gelben Blütenmitte umgeklappt.

3. Die Blütenblätter am Ansatz falten

Faltet jedes Blütenblatt direkt unten am Ansatz, dort, wo es an die Blütenmitte grenzt. Klappt dabei das ganze Blütenblatt nach oben zur Mitte – so wie auf dem Bild. Drückt die Faltkante nur leicht an und macht dann mit dem nächsten Blütenblatt weiter.

Die Blätter dürfen locker übereinanderliegen. Steckt ihre Spitzen nicht ineinander und klebt nichts fest – sonst können sie sich im Wasser nicht frei bewegen.

Eine gefaltete Papierblume wird vorsichtig auf die Wasseroberfläche gesetzt.

4. Vorsichtig aufs Wasser setzen

Füllt so viel Wasser in die Schale, dass die Blume frei schwimmen kann. Wasser aus dem Hahn bei Zimmertemperatur genügt. Wartet kurz, bis die Oberfläche ruhig ist.

Legt die geschlossene Blume mit der flachen Unterseite aufs Wasser. Die gefalteten Blütenblätter zeigen nach oben. Nicht untertauchen, festdrücken oder mit Wasser übergießen.

Eine geöffnete rosa Papierblume mit gelber Mitte schwimmt flach auf dem Wasser.

5. Zuschauen, wie die Blume aufblüht

Lasst die Schale ruhig stehen und beobachtet die Blütenblätter. Oft bewegen sie sich schon nach kurzer Zeit; manchmal braucht die Blume einige Minuten. Wie schnell es geht, hängt unter anderem vom Papier und den Falten ab.

Fragt euer Kind: „Welches Blatt bewegt sich zuerst? Öffnen sich alle gleich schnell?“ Für eine zweite Runde nehmt ihr am besten eine frische, trockene Blume.

Welches Papier funktioniert für die Zauberblumen?

Startet mit gewöhnlichem weißem Druckerpapier um 80 g/m². Es lässt sich gut bemalen, ausschneiden und falten. Auch dünnes, unbeschichtetes Bastelpapier könnt ihr ausprobieren.

Dicker Tonkarton ist für den ersten Versuch weniger geeignet: Er kann deutlich länger brauchen und bleibt je nach Faltung geschlossen. Beschichtetes oder laminiertes Papier nimmt kaum Wasser auf. Küchenpapier wird dagegen schnell weich und hält die ausgeschnittene Form schlecht.

Warum öffnen sich Papierblumen im Wasser?

Papier besteht aus vielen feinen Pflanzenfasern. Wasser gelangt in die kleinen Zwischenräume des Papiers – dabei hilft die Kapillarwirkung. Die Fasern nehmen Wasser auf und quellen. Das Papier verändert dadurch seine Form, und die gefalteten Blütenblätter können sich wieder nach außen bewegen.

Es wächst dabei keine echte Blume. Ihr beobachtet, wie ein alltägliches Material auf Wasser reagiert. Das könnt ihr auch beim wandernden Regenbogenwasser weiter erforschen.

Wenn die Zauberblume noch nicht aufgeht

Die Blütenblätter hängen aneinander fest

Faltet die nächste Blume lockerer und legt die Blätter nur übereinander. Sehr lange Spitzen oder ineinandergesteckte Blätter können sich gegenseitig blockieren.

Das Papier bleibt geschlossen

Probiert dünneres, unbeschichtetes Papier und weniger kräftige Falten. Gebt der Blume ein paar Minuten Zeit. Ein dicker Farbauftrag kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Blume geht unter oder wird matschig

Legt sie sanft auf die Oberfläche und gießt kein Wasser darüber. Die Schale muss genug Platz bieten. Nach längerem Einweichen wird Papier weich – für einen neuen Vergleich startet ihr wieder mit trockenen Blumen.

Drei kleine Ideen zum Weiterforschen

Zwei Papiersorten vergleichen

Schneidet zwei gleich große Blumen aus verschiedenen unbeschichteten Papieren. Bemalt und faltet sie möglichst gleich. Legt sie gleichzeitig aufs Wasser: Welche öffnet sich zuerst?

Eine geheime Botschaft verstecken

Malt mit Buntstift ein Herz oder ein kleines Symbol in die Mitte. Erst wenn sich die Blüte öffnet, wird die Überraschung sichtbar. Eine schöne Idee für einen gemeinsamen Familiennachmittag.

Ein kleiner Blumenteich

Wenn eine Blume gut funktioniert, lasst mehrere Farben zusammen schwimmen. Gebt ihnen genug Abstand, damit sie sich beim Öffnen nicht gegenseitig behindern.

Für die nächste Forscheridee

Zwei Experimentierbücher für neugierige Kinder

Falls ihr nach den Zauberblumen Lust auf weitere Versuche habt, passen diese beiden Bücher zum gemeinsamen Forschen im Vorschul- und Grundschulalter. Für dieses Experiment braucht ihr kein Buch zu kaufen.

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Laut Verlag: 5–8 Jahre

Experimente für Kinder

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Neue Experimente für neugierige Kinder

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Häufige Fragen

Ab welchem Alter können Kinder mitmachen?

Als gemeinsame Idee eignet sich der Versuch ungefähr ab vier Jahren. Entscheidend ist, welche Handgriffe dein Kind bereits kann. Beim Ausschneiden und am Wasser begleitest du es; die Buchempfehlungen richten sich laut Verlag an fünf- bis achtjährige Kinder.

Muss ich warmes Wasser verwenden?

Nein. Für den Einstieg reicht Leitungswasser bei Zimmertemperatur. Heißes Wasser ist nicht nötig.

Kann ich die Blume noch einmal verwenden?

Manche Blumen lassen sich nach vollständigem Trocknen erneut falten. Das Papier kann aber verformt oder empfindlicher sein. Für vergleichbare Versuche sind neue trockene Blumen besser.

Quellen und Angaben zu den Buchtipps

Erklärung zum Versuch: Katrin Reinheimer: Magische Blüte. Alters- und Inhaltsangaben der Bücher: Ravensburger, Experimente für Kinder und Neue Experimente für neugierige Kinder. Geprüft am 8. Oktober 2026.

Eine Geschenkidee für später

Hat dein Kind Freude am gemeinsamen Forschen gefunden? Unsere Weihnachtsgeschenke zum Basteln und Experimentieren helfen dir, einen passenden Experimentierkasten oder ein Bauset auszuwählen.

Kleine Blume, großer Staunemoment

Welche Farbe bekommt eure Zauberblume?

Ein Blatt Papier, ein paar Stifte und eine Schale Wasser reichen für eure erste Forscherpause. Lasst eurem Kind Zeit zum Beobachten – manchmal steckt in einer einzigen Blume schon eine ganze Handvoll neuer Fragen.

Mit Wärme,
deine Lena

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