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Wanderndes Regenbogenwasser: Experiment für Kinder
Sieben Gläser, ein paar Streifen Küchenpapier und drei Grundfarben: Bei diesem Experiment können Kinder beobachten, wie Wasser scheinbar von allein weiterwandert und dabei einen ganzen Regenbogen entstehen lässt.

Kann Wasser wirklich von einem Glas ins nächste wandern? Genau danach sieht es bei diesem farbenfrohen Kinderexperiment aus. Das rote, gelbe und blaue Wasser zieht langsam in das Küchenpapier, überquert die Zwischenräume und tropft in die leeren Gläser.
Dort treffen jeweils zwei Grundfarben aufeinander. Aus Rot und Gelb wird Orange, aus Gelb und Blau wird Grün und aus Blau und Rot entsteht Lila. Weil die Veränderung langsam geschieht, bleibt viel Zeit zum Vermuten, Vergleichen und Staunen.
Lasst den Aufbau nach dem gemeinsamen Vorbereiten einfach stehen. Schon der nächste Blick nach einigen Minuten kann ganz anders aussehen.
In zehn Minuten vorbereitet
Das braucht ihr für das wandernde Regenbogenwasser
- Sieben gleich große, durchsichtige GläserIn einer geraden Reihe lässt sich gut erkennen, wie das Wasser von Glas zu Glas wandert.
- WasserGefüllt werden zunächst nur das erste, dritte, fünfte und siebte Glas.
- Lebensmittelfarbe in Rot, Gelb und BlauMit den drei Grundfarben entstehen in den leeren Gläsern Orange, Grün und Lila.
- Sechs Streifen saugfähiges KüchenpapierJeder Streifen verbindet genau zwei benachbarte Gläser und reicht auf beiden Seiten bis ins Wasser.
- Tablett oder abwaschbare UnterlageSie fängt Tropfen auf und schützt den Tisch vor Flecken durch die Lebensmittelfarbe.
Schritt für Schritt
So entsteht euer Regenbogen aus Wasser
Sieben Gläser aufstellen
Stellt die Gläser dicht nebeneinander auf ein großes Tablett. Die Abstände sollten so klein sein, dass die Papierstreifen später ohne Spannung in beide Gläser reichen.
Jedes zweite Glas füllen
Füllt das erste, dritte, fünfte und siebte Glas etwa zu zwei Dritteln mit Wasser. Das zweite, vierte und sechste Glas bleiben leer.
Die Grundfarben verteilen
Färbt das Wasser der Reihe nach kräftig rot, gelb, blau und noch einmal rot. Rührt jede Farbe mit einem eigenen Löffel um, damit sie sich nicht vorzeitig vermischt.
Küchenpapier falten
Faltet sechs Streifen Küchenpapier der Länge nach zu schmalen, stabilen Bändern. Kürzt sie bei Bedarf so, dass sie einen kleinen Bogen bilden und beide Enden gut in die Gläser eintauchen.
Alle Nachbargläser verbinden
Legt zwischen jedes benachbarte Glaspaar einen Papierstreifen. Insgesamt entstehen sechs Brücken. Drückt die Enden vorsichtig etwas tiefer ins Wasser.
Warten und beobachten
Schon nach wenigen Minuten steigt die Farbe im Papier nach oben. Lasst den Aufbau ruhig stehen und schaut immer wieder nach, wie sich die leeren Gläser füllen und neue Farben entstehen.
Wichtig für die Sicherheit
Begleite den Aufbau und wähle einen sicheren Platz. Stelle die Gläser auf ein Tablett, wische verschüttetes Wasser sofort auf und schütze Kleidung sowie empfindliche Oberflächen vor Lebensmittelfarbe. Das Experimentierwasser wird nicht getrunken.
Forscherwissen
Warum wandert das Wasser durch das Küchenpapier?
Küchenpapier besteht aus vielen feinen Fasern. Dazwischen liegen winzige Zwischenräume. Wasser haftet an den Papierfasern und zieht weitere Wassermoleküle mit. Dadurch kann es in den engen Zwischenräumen sogar ein Stück gegen die Schwerkraft nach oben steigen. Diese Bewegung heißt Kapillarwirkung.
Erst nach oben, dann ins nächste Glas
Das Wasser steigt im Papierbogen hoch. Hinter dem höchsten Punkt zieht die Schwerkraft es in das benachbarte Glas hinunter. Dieser Weg setzt sich fort, solange die Papierenden gut eintauchen und ein Unterschied zwischen den Wasserständen besteht.
In den anfangs leeren Gläsern kommen zwei verschieden gefärbte Wasserströme an. Die Farbstoffe verteilen sich im Wasser und bilden die neuen Mischfarben.
So sieht die fertige Reihe aus
Rot – Orange – Gelb – Grün – Blau – Lila – Rot. Je nach Lebensmittelfarbe können die Mischtöne etwas heller, dunkler oder weniger kräftig ausfallen.
Gemeinsam genau hinschauen
Drei Beobachtungen für kleine Forscher
Das Wasser steigt aufwärts
Markiert den höchsten farbigen Punkt im Papier nach fünf und nach zehn Minuten. Wie schnell wandert die Farbe weiter?
Zwei Farben treffen sich
Beobachtet, an welcher Stelle im leeren Glas sich die beiden Grundfarben begegnen und wann die neue Mischfarbe erkennbar wird.
Die Wasserstände verändern sich
Vergleicht volle und leere Gläser zu Beginn und später noch einmal. Welche Wasserstände nähern sich einander an?
Weiter ausprobieren
Drei Varianten für das nächste Experiment
Mini-Versuch mit drei Gläsern
Verwendet zwei gefüllte Außengläser und ein leeres Glas in der Mitte. So könnt ihr eine einzige Farbmischung ganz genau verfolgen.
Ein eigenes Zeitraffer-Video
Fotografiert den Aufbau immer vom gleichen Platz oder nehmt ihn im Zeitraffer auf. So wird die langsame Bewegung des Wassers deutlich sichtbar.
Verschiedene Papiersorten testen
Vergleicht zwei Aufbauten mit unterschiedlich dickem Küchenpapier. Haltet Glasgröße, Wassermenge und Abstand dabei möglichst gleich.
Wenn der Regenbogen noch nicht wandert
Diese vier Punkte könnt ihr prüfen
- Das Wasser wandert nichtPrüft, ob beide Enden jedes Papierstreifens wirklich im Wasser stehen und das Küchenpapier saugfähig ist.
- Die Papierbrücken sind zu langKürzt die Streifen. Ein kleiner Bogen zwischen nah beieinanderstehenden Gläsern lässt das Wasser zuverlässiger weiterlaufen.
- Die Farben wirken sehr blassGebt vorsichtig noch etwas Lebensmittelfarbe in die vier Startgläser und rührt sie jeweils mit einem sauberen Löffel um.
- Die Mischfarben werden bräunlichVerwendet für jede Grundfarbe einen eigenen Löffel und achtet darauf, dass sich benachbarte Papierstreifen nicht überkreuzen.
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Kurz beantwortet
Häufige Fragen zum wandernden Regenbogenwasser
Wie lange dauert das Experiment?
Erste farbige Spuren im Küchenpapier sind häufig schon nach wenigen Minuten zu sehen. Bis sich die leeren Gläser deutlich gefüllt und die Wasserstände angenähert haben, kann es je nach Papier, Glasabstand und Wassermenge deutlich länger dauern.
Warum braucht man sieben Gläser?
Vier Gläser enthalten die Grundfarben Rot, Gelb, Blau und noch einmal Rot. In den drei Gläsern dazwischen entstehen durch das Mischen Orange, Grün und Lila – zusammen ergibt das eine Regenbogenreihe.
Welches Küchenpapier funktioniert am besten?
Gut geeignet ist saugfähiges, festes Küchenpapier, das sich zu einem schmalen Streifen falten lässt. Sehr beschichtetes Papier nimmt Wasser schlechter auf, sehr dünnes Papier kann schnell reißen.
Kann man das gefärbte Wasser danach trinken?
Nein. Auch wenn Lebensmittelfarbe verwendet wurde, ist das Wasser nach dem Kontakt mit Gläsern, Händen und Küchenpapier nur noch Experimentierwasser und wird anschließend entsorgt.