Spiel & Beschäftigung · Einfache Spielideen
Was fehlt? Ein einfaches Merkspiel für Kinder
Löffel, Socke, Bauklotz: Eben lag noch alles auf dem Tisch. Dann verschwindet ein Gegenstand und dein Kind wird zum Detektiv. „Was fehlt?“ ist eine ruhige Spielidee mit Dingen, die ihr schon zu Hause habt. Ihr könnt sie in wenigen Minuten vorbereiten und leicht anpassen.

Gemeinsam ausprobieren
Aus Alltagsdingen wird ein kleines Rätsel
Dieses Spiel passt gut in eine Pause zwischen zwei lebhafteren Beschäftigungen. Du legst wenige Dinge hin, ihr schaut sie euch gemeinsam an und anschließend verschwindet eines. Die Spannung entsteht durch eine einfache Frage. Ihr braucht weder einen Timer noch einen besonderen Spieltisch.
Am besten beginnt ihr mit Gegenständen, die dein Kind gut kennt und benennen oder zeigen kann. Eine Socke und ein Löffel lassen sich leichter auseinanderhalten als mehrere ähnlich aussehende Bausteine. Lasst genug Zeit zum Anschauen. Es geht um gemeinsames Rätseln, nicht um eine Prüfung.
- Alter
- Ab etwa 3 Jahren, begleitet
- Mitspielende
- 1 Kind und eine weitere Person
- Spielzeit
- Etwa 5–10 Minuten
- Vorbereitung
- Etwa 2 Minuten
Alter und Zeit sind Orientierungswerte für diese Spielidee. Wählt Aufgaben, die zu den Fähigkeiten, Interessen und der Tagesform eures Kindes passen.
Mit einfachen Dingen
Das braucht ihr
- Drei bis fünf vertraute Dinge: Zum Beispiel großer Löffel, weicher Ball, Socke, stabiler Bauklotz oder altersgerechtes Spielzeugauto.
- Ein blickdichtes Tuch: Ein kleines Handtuch oder eine Stoffserviette, die alle Dinge abdecken kann.
- Eine übersichtliche Fläche: Ein freier Tisch, ein Tablett oder eine feste Unterlage auf dem Boden.
- Optional Papier und Stift: Für einfache Bildhilfen oder für die kniffligere Variante mit zwei fehlenden Dingen.
Schritt für Schritt
So spielt ihr „Was fehlt?“
Gemeinsam anschauen und benennen
Legt zunächst drei deutlich verschiedene Gegenstände mit Abstand zueinander hin. Berührt oder zeigt jeden kurz und nennt ihn gemeinsam. Du kannst fragen: „Was liegt neben der Socke?“ Erst wenn alles bekannt ist, beginnt die erste Runde.
Einen Gegenstand verschwinden lassen
Dein Kind dreht sich um oder schließt freiwillig die Augen. Du deckst die Dinge ab, nimmst eines mit dem Tuch weg und legst es außer Sicht. Die übrigen bleiben an ihrem Platz. Danach kommt das Tuch zur Seite.
In Ruhe nachschauen und raten
Dein Kind schaut wieder hin. Frag: „Was fehlt?“ Lass Zeit zum Überlegen. Falls es nicht weiterweiß, gib einen kleinen Hinweis: „Man zieht es an den Fuß.“ Zeigen, Umschreiben und ein passendes Geräusch dürfen genauso als Antwort gelten.
Auflösen und Rollen tauschen
Zeigt den verschwundenen Gegenstand und legt ihn zurück. Jetzt darf dein Kind verstecken und du rätst. Das vollständige Zurücklegen vor jeder Runde hält die Ausgangslage übersichtlich. Nach wenigen Runden entscheidet ihr gemeinsam, ob ihr weiterspielt.
Eine andere Aufgabe für jedes Alter
Varianten für verschiedene Altersgruppen
Etwa 3–4 Jahre: drei Dinge und ein Hinweis

Verwendet nur drei sehr unterschiedliche Dinge. Ein Gegenstand verschwindet. Braucht dein Kind Unterstützung, biete zwei Möglichkeiten an: „Fehlt die Socke oder der Löffel?“ Ihr könnt die Dinge vorher selbst auf kleine Karten malen und auf die richtige Zeichnung zeigen.
Etwa 5–6 Jahre: Was hat den Platz gewechselt?

Jetzt bleiben fünf Dinge vollständig auf dem Tisch. Während dein Kind wegschaut, vertauschst du die Plätze von zwei Gegenständen. Die Frage lautet diesmal: „Was steht anders?“ Anfangs tauscht ihr weit auseinanderliegende Dinge. Das ist eine andere Aufgabe als das Erraten eines verschwundenen Teils.
Ab etwa 7 Jahren: zwei Dinge verschwinden

Legt sieben bekannte Dinge aus. In dieser Runde verschwinden zwei. Dein Kind nennt beide, zeichnet sie oder notiert sie in zwei Feldern. Wer mag, beschreibt zusätzlich, wo sie vorher lagen. Startet wieder mit einem fehlenden Gegenstand, falls zwei gerade zu viel sind.
Die KI-generierten Bilder im Fotostil zeigen beispielhafte Spielaufbauten und Ideen. Passt Material, Platz und Regeln an eure Familie an. Eigene Bildkarten könnt ihr einfach zeichnen.
Damit die Spielfreude bleibt
Wenn Erinnern gerade schwerfällt
Verkleinert zuerst die Auswahl. Zwei oder drei Gegenstände und viel Zeit zum Anschauen sind ein besserer Anfang als immer neue Hinweise bei einem vollen Tisch. Verändert nur eine Sache: mehr Gegenstände, zwei fehlende Dinge oder vertauschte Plätze. Alles gleichzeitig macht die Aufgabe unnötig unübersichtlich.
Bei mehreren Kindern darf zuerst jedes leise überlegen. Danach nennt ihr reihum Vermutungen oder zeigt gemeinsam auf Bildkarten. Ein schneller Zuruf soll nicht jede Runde entscheiden. Wenn jemand ein Wort nicht kennt, genügt eine Beschreibung wie „das Blaue mit den Rädern“.
Für eine weitere Runde findet ihr auch Geräusche raten mit Alltagsdingen und ein Paare-Spiel aus Herbstblättern.
Passend zum Alter auswählen
Drei Gesellschaftsspiele für die nächste Runde
Wenn euch das Anschauen, Erinnern und Wiedererkennen Spaß macht, passen diese Tischspiele als nächste Spielrunde. Ihre Altersangaben unterscheiden sich; für jüngere Kinder beginnt ihr mit der einfacheren Auswahl.
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Ravensburger: Tierbaby memory
Ab 3 Jahren
Gleiche Tierbilder werden als Paare gesucht. Für den Einstieg könnt ihr nur wenige Paare auslegen. Das schließt an das Erinnern von Dingen und ihren Plätzen an, ohne dass eigene Gegenstände vorbereitet werden müssen.
Bei Amazon ansehen*HABA: Socken Zocken
Ab 4 Jahren
Auf Sockenkarten sucht ihr passende Paare. Hier stehen genaues Hinschauen und schnelles Wiedererkennen im Mittelpunkt. Das passt zu Kindern, die nach dem ruhigen Merkspiel Lust auf eine lebhaftere Suchrunde haben.
Bei Amazon ansehen*AMIGO: Der Plumpsack geht um
Ab 5 Jahren
Ein wandernder Plumpsack führt zu verdeckten Bildkarten. Wer sich an die Motive erinnert, kann Karten sammeln. Durch wechselnde Karten kommt eine zusätzliche Gedächtnisaufgabe hinzu.
Bei Amazon ansehen*Die Altersangaben stammen von den Herstellern. Beachtet die Hinweise der verlinkten Ausgabe und wählt für gemeinsame Runden passend zum jüngsten mitspielenden Kind. Spiele mit kleinen Teilen gehören außer Reichweite jüngerer Geschwister.
Quellen zu Alter und Spielbeschreibung
Herstellerangaben, geprüft am 3. Oktober 2026: Ravensburger: Tierbaby memory, HABA: Socken Zocken, AMIGO: Der Plumpsack geht um. Die Einordnung zur jeweiligen Spielidee ist eine redaktionelle Auswahl.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Wie viele Gegenstände sind für den Anfang sinnvoll?
Beginnt mit drei deutlich verschiedenen Dingen. Wenn das noch schwer ist, reichen zwei. Fügt erst weitere Gegenstände hinzu, wenn dein Kind selbst mehr ausprobieren möchte.
Müssen die Augen geschlossen werden?
Nein. Dein Kind kann sich einfach umdrehen oder kurz zur Seite schauen. Niemand muss eine Augenbinde tragen.
Ist eine falsche Antwort schlimm?
Nein. Gebt einen Hinweis, schaut gemeinsam nach und startet eine neue Runde. Das Spiel ist keine Leistungsprüfung und braucht keine Punkte.