Spiel & Beschäftigung · Einfache Spielideen
Tierbewegungen nachmachen: ein Bewegungsspiel für Kinder
Für eine kleine Bewegungspause braucht es manchmal nur ein Tier: „Wie würde eine Katze durchs Zimmer schleichen?“ Schon wird aus dem Wohnzimmer eine Bühne für leise Pfoten, große Schritte und vorsichtige Froschsprünge. Hier findet ihr den Ablauf und passende Varianten für jüngere und ältere Kinder.

Gemeinsam ausprobieren
Heute kommen die Tiere zu Besuch
Wenn dein Kind gerade nicht still sitzen möchte, kann eine kurze Tier-Runde gut in den Nachmittag passen. Du nennst ein bekanntes Tier und machst eine Bewegung vor. Dein Kind probiert sie auf seine Weise aus. Es braucht weder Musik noch Kostüme, und niemand muss etwas besonders schön vormachen.
Beginnt mit zwei vertrauten Tieren. Vielleicht ist die Katze bei euch ganz leise, während der Elefant gemütlich durch den Raum geht. Sobald der Ablauf klar ist, übernimmt dein Kind die Ansage. Gerade die eigenen Einfälle machen aus der einfachen Idee ein gemeinsames Spiel.
- Alter
- Ab etwa 3 Jahren, begleitet
- Mitspielende
- 1 Kind oder eine kleine Gruppe
- Spielzeit
- Etwa 5–10 Minuten
- Vorbereitung
- Etwa 1–2 Minuten
Alter und Zeit sind Orientierungswerte für diese Spielidee. Wählt Aufgaben, die zu den Fähigkeiten, Interessen und der Tagesform eures Kindes passen.
Mit einfachen Dingen
Das braucht ihr
- Freie Fläche: Ein aufgeräumter Bereich ohne herumliegende Spielsachen und mit etwas Abstand zu Möbelkanten.
- Rutschfester Untergrund: Prüft den Boden und die Kleidung. Auf glatten Böden sind rutschige Socken ungeeignet.
- Zwei bis vier Tierideen: Zum Beispiel Katze, Elefant, Frosch und Krabbe. Bilder aus einem vorhandenen Buch reichen als Erinnerung.
- Optional Tierkarten: Malt einfache Tiere auf Papier oder verwendet Tierkarten aus einem vorhandenen Memoryspiel. Von jedem Tier genügt eine Karte.
Schritt für Schritt
So startet eure Tier-Runde
Ein Tier aussuchen
Frag zuerst: „Welches Tier kennst du gut?“ Wählt gemeinsam Katze oder Elefant und besprecht kurz, wie sich das Tier bewegt. Ein Tierbild hilft, wenn der Name allein noch keine Vorstellung auslöst.
Langsam vormachen
Zeige nur eine kurze Bewegung. Als Katze könnt ihr mit kleinen, leisen Schritten gehen; als Elefant mit etwas breiteren Schritten. Beim Frosch reicht leichtes In-die-Knie-Gehen mit einem winzigen Hüpfer oder einem Schritt nach vorn. Als Krabbe geht ihr seitwärts, ohne die Beine zu verkreuzen.
Gemeinsam nachmachen
Bewegt euch ein paar Schritte durch den freien Bereich. Nach dem Stoppsignal bleiben alle stehen und kommen zur Ruhe. Erst dann nennt ihr das nächste Tier. So muss niemand gleichzeitig zuhören, sich drehen und loslaufen.
Die Rollen tauschen
Jetzt darf dein Kind das Tier nennen oder eine Bewegung zeigen. Du machst mit. Beendet die Runde mit einer ruhigen Katze, die sich gemütlich hinsetzt. Zwei oder drei Durchgänge können für den Anfang schon genug sein.
Eine andere Aufgabe für jedes Alter
Varianten für verschiedene Altersgruppen
Etwa 3–4 Jahre: eine Bewegung nachmachen

Bleibt bei einem Tier zurzeit und macht die Bewegung gemeinsam. Eine Katze mit leisen Schritten ist ein guter Anfang. Dein Kind darf zuschauen, einen Schritt probieren oder nur mit den Händen kleine Pfoten zeigen. Erst wenn es Lust hat, wechselt ihr zum nächsten Tier.
Etwa 5–6 Jahre: eine Tierfolge merken

Legt drei Tierkarten aus, selbst gemalt oder aus einem vorhandenen Memoryspiel: zum Beispiel erst Frosch, dann Elefant, dann Katze. Schaut euch die Reihenfolge gemeinsam an und spielt sie nach. Anfangs bleiben die Karten sichtbar. Wenn das leicht gelingt, dreht ihr sie um. Verändert lieber die Reihenfolge als die Höhe der Sprünge.
Ab etwa 7 Jahren: ein Tier ohne Worte erraten

Eine Person denkt sich ein Tier aus und zeigt nur dessen Bewegung. Die anderen raten. Nach einer Weile darf ein Hinweis dazukommen, etwa „Mein Tier lebt am Wasser“. Ihr könnt gemeinsam sammeln, wie viele unterschiedliche Tiere euch einfallen. Niemand scheidet bei einer falschen Antwort aus.
Die KI-generierten Bilder im Fotostil zeigen beispielhafte Spielaufbauten und Ideen. Passt Material, Platz und Regeln an eure Familie an. Eigene Bildkarten könnt ihr einfach zeichnen.
Damit die Spielfreude bleibt
Wenn es zu wild wird oder jemand nicht mitmachen möchte
Wird die Runde immer schneller, wechselt bewusst zu langsamen Tieren. Die schleichende Katze oder eine gemütliche Schildkröte brauchen kein Rennen. Ein kleiner, klarer Spielbereich hilft mehr als immer neue Zurufe. Wiederholt das Stoppsignal zunächst im ruhigen Moment.
Ein zurückhaltendes Kind kann zuerst die Tierkarten auswählen und dich beobachten. Bewegungen lassen sich auch im Sitzen mit Armen, Händen und Oberkörper erfinden. Bei Geschwistern zählt die gemeinsame Idee, nicht wer am weitesten springt oder am besten balanciert.
Für eine weitere Runde findet ihr auch einen niedrigen Kissenparcours und Geräusche-Detektiv als ruhigere Spielidee.
Passend zum Alter auswählen
Drei Gesellschaftsspiele für die nächste Runde
Nach der Bewegung darf es am Tisch weitergehen. Diese drei Spiele greifen Tiere oder einfache gemeinsame Spielabläufe auf. Wählt die Ausgabe und Regeln passend zum jüngsten mitspielenden Kind.
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Ravensburger: Tempo, kleine Schnecke!
Ab 3 Jahren
Die Farbwürfel bestimmen, welche Schnecken vorrücken. Das passt als ruhiger Anschluss an die Tier-Runde, besonders wenn kurze Abläufe und das Abwechseln gerade spannend werden.
Bei Amazon ansehen*HABA: Tier auf Tier
Ab 4 Jahren
Holztiere werden vorsichtig aufeinander gestapelt. Nach den großen Körperbewegungen ist hier eine ruhige Hand gefragt. Eine passende Idee für Kinder, die Tiere mögen und gern etwas aufbauen.
Bei Amazon ansehen*Ravensburger: Lotti Karotti
Ab 4 Jahren
Mit Hasenfiguren geht es in Richtung Karotte; Karten bestimmen den nächsten Zug. Der Tierbezug bleibt erhalten, während ihr gemeinsam eine Brettspielrunde ausprobiert.
Bei Amazon ansehen*Die Altersangaben stammen von den Herstellern. Beachtet die Hinweise der verlinkten Ausgabe und wählt für gemeinsame Runden passend zum jüngsten mitspielenden Kind. Spiele mit kleinen Teilen gehören außer Reichweite jüngerer Geschwister.
Quellen zu Alter und Spielbeschreibung
Herstellerangaben, geprüft am 3. Oktober 2026: Ravensburger: Tempo, kleine Schnecke!, HABA: Tier auf Tier, Ravensburger: Lotti Karotti. Die Einordnung zur jeweiligen Spielidee ist eine redaktionelle Auswahl.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Brauchen wir Tierkarten?
Nein. Ihr könnt die Tiere nennen und die Bewegungen vormachen. Karten oder Bilder aus einem vorhandenen Buch helfen nur beim Erinnern und bei der Variante mit einer Reihenfolge.
Muss mein Kind dabei springen?
Nein. Ein kleiner Schritt, eine Handbewegung oder eine Bewegung im Sitzen kann genauso zum Tier passen. Wählt Bewegungen, die sich angenehm und sicher anfühlen.
Können mehrere Altersgruppen zusammen spielen?
Ja. Jüngere Kinder machen eine einzelne Bewegung nach, ältere erfinden Tierfolgen oder Rätsel. Gemeinsames Mitmachen braucht keinen Wettbewerb.